Zukunftsperspektiven mit Älteren
Jährliche Prämierung
Viele Unternehmen haben erkannt, wie wichtig ältere Mitarbeiter für ihre Firma sind. Sie schätzen besonders deren Erfahrungswissen, Fleiß und Qualitätsbewusstsein. Deshalb setzen sie ganz bewusst auf Mitarbeiter ab 50 und auf altersgemischte Teams. Sie integrieren ältere Mitarbeiter in die betriebliche Weiterbildung, organisieren körperlich anspruchsvolle Arbeitsplätze flexibler oder besetzen offene Stellen auch mit älteren Bewerbern.Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zeichnet bundesweit jeden Herbst 62 „Unternehmen mit Weitblick“ aus den Pakt-Regionen aus. Bewerben können sich Unternehmen, die in besonderer Weise ältere Arbeitnehmer fördern.
Unternehmerin mit Weitblick
Sabine Schmidt, Einrichtungsleiterin der CURATA Seniorenzentrum Ruhehotel Witt GmbH in Nidda, für Engagement bei „Perspektive 50 plus“ ausgezeichnet
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zeichnete im Rahmen seines Bundesprogramms Perspektive 50plus am 30. November in Bremen 62 „Unternehmen mit Weitblick“ aus. Bereits zum fünften Mal in Folge wurden Firmen und Persönlichkeiten prämiert, die sich in der Personal- und Unternehmenspolitik für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren.
Sabine Schmidt, Heimleitung CURATA Seniorenzentrum Ruhehotel Witt GmbH
Otmar Schad, JobKOMM, Teamleiter Chance 50 plus
Ralf Brauksiepe, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium
Dr. Joachim Schuster, Staatsrat, zuständig für die Bereiche Arbeitsmarktpolitik, Jugend und Soziales Bremen
Aus dem Wetteraukreis wurde in diesem Jahr Sabine Schmidt, Heimleiterin des CURATA Seniorenzentrums in Nidda, als Unternehmerin mit Weitblick geehrt. Die Pflegeeinrichtung mit insgesamt 86 Betten sieht einen wachsenden Bedarf an älteren Betreuungskräften für die Heimbewohner. „In unserer Einrichtung werden Menschen mit Lebenserfahrung und Verständnis für die Seniorinnen und Senioren gebraucht“, sagt Frau Schmidt. „Und genau das bringen Menschen über 50 mit.“
In der Zusammenarbeit mit der JobKOMM im Beschäftigungspakt Chance 50 plus hat Sabine Schmidt hier den passenden Partner gefunden. „Die Zusammenarbeit ist hervorragend“, sagt sie. „Die insgesamt sieben älteren Mitarbeiter, die wir als Betreuer von dort bisher vermittelt bekamen, haben genau zu uns gepasst - Menschen, die ihre Fähigkeiten einbringen möchten und bei uns gebraucht werden.“ Dabei geht die Pflegeeinrichtung auch in den Arbeitsvoraussetzungen auf die Bedürfnisse älterer Mitarbeiter ein. Es werden je nach Bedarf auch außerhalb der Pflegetätigkeit altersgerechte Arbeitsplätze im Haus angeboten. Dazu können ältere Mitarbeiter, die in der eigenen Familie noch Betreuungsarbeit leisten, nach Absprache Auszeiten bis zu einem halben Jahr nehmen.
In der Auszeichnungsveranstaltung zum Unternehmer mit Weitblick am 30. November in Bremen informierte das Bundesministerium für Arbeit auch über die weiteren Erfolge des Programms Perspektive 50 plus. So konnten von Januar bis Ende Oktober 2010 über 48.000 Frauen und Männer 50 plus in eine sozialversicherungspflichtige Anstellung vermittelt werden. Damit wurde das für 2010 bundesweit vorgegebene Integrationsziel von 45.000 älteren Langzeitarbeitslosen schon Ende Oktober deutlich übertroffen. Bemerkenswert daran ist der Anteil des Beschäftigungspaktes Chance 50 plus, der den Wetteraukreis, die Stadt Offenbach, den Kreis Groß-Gerau, den Hochtaunuskreis, den Kreis Giessen und die Stadt Wiesbaden umfasst. Hier konnten im Zeitraum bis Mitte Dezember insgesamt 1735 Menschen 50 plus in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Innerhalb des Beschäftigungspaktes selbst konnte sich der Wetteraukreis dabei mit 398 Integrationen deutlich positionieren.
Unternehmer mit Weitblick
Stefan Fuchs, Einrichtungsleiter des Diakoniewerks Elisabethhaus Bad Nauheim, für Engagement bei „Perspektive 50 plus“ ausgezeichnet
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zeichnete im Rahmen seines Bundesprogramms Perspektive 50plus am 2. Dezember in Coburg 62 „Unternehmen mit Weitblick“ aus. Bereits zum vierten Mal in Folge wurden Firmen und Persönlichkeiten prämiert, die sich in der Personal- und Unternehmenspolitik für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren.Martin Weiland, Referatsleiter Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Stefan Fuchs, Einrichtungsleiter Diakoniewerk Elisabethhaus, Bad Nauheim
Norbert Kastner, Oberbürgermeister Stadt Coburg
Otmar Schad, Teamleiter Chance 50 plus, JobKOMM Friedberg
Aus dem Wetteraukreis wurde in diesem Jahr Stefan Fuchs, Einrichtungsleiter des Elisabethhauses, als Unternehmer mit Weitblick geehrt. Das Elisabethhaus, ein Altenheim mit insgesamt 230 Betten, sieht einen wachsenden Bedarf an älteren Betreuungskräften für die Heimbewohner. „Für die Betreuung der alten Menschen, insbesondere im Demenzbereich, brauchen wir Menschen mit Einfühlungsvermögen, Menschen, die sich auf die Sorgen und Nöte unserer Bewohner einlassen können. Dabei haben wir festgestellt, dass insbesondere Menschen 50 plus hier die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen“, sagt Stefan Fuchs.
In der Zusammenarbeit mit der JobKOMM im Beschäftigungspakt Chance 50 plus hat Stefan Fuchs hier den passenden Partner gefunden. „Die Zusammenarbeit ist hervorragend, sagt er. „Die Menschen 50 plus, die wir als Betreuer von dort vermittelt bekommen, wissen den Wert von Arbeit zu schätzen. Sie wollen weiter dabei sein und genau hier bei uns werden sie gebraucht.“ Dabei geht das Elisabethhaus auch in den Arbeitsvoraussetzungen auf die Bedürfnisse älterer Mitarbeiter ein. Die Arbeitszeiten enden mit Früh- und Abendschicht spätestens um 22.00 Uhr, eine entsprechende Einweisung in die Abläufe des Pflegebereiches sorgt für die passende Abstimmung zwischen Betreuung und Pflege.
Im Juni 2009 hat das Elisabethhaus in 2009 nun zum ersten Mal eine Mitarbeiterin zur Betreuung demenzkranker Heimbewohner fest eingestellt, eine 61jährige ehemalige Finanzbuchhalterin. „Dies ist ein wachsender Markt“, sagt Jan Wölfl, stellvertretender Geschäftsführer der JobKOMM, „in der Zusammenarbeit mit Stefan Fuchs vom Elisabethhaus haben wir erkannt, dass für arbeitsuchende Menschen 50 plus sich hier zukünftig ein deutliches Potenzial ergibt. Wir von der JobKOMM werden in der Zusammenarbeit mit dem Beschäftigungspakt Chance 50 plus, der ja auf dem Bundesprogramm „Perspektive 50 plus aufbaut, hier zukünftig einen Schwerpunkt legen.“
In der Auszeichnungsveranstaltung zum Unternehmer mit Weitblick am 2. Oktober in Coburg informierte das Bundesministerium für Arbeit auch über die weiteren Erfolge des Programms Perspektive 50 plus. So konnten von Januar bis Ende Oktober 2009 fast 26.000 Frauen und Männer 50 plus in eine sozialversicherungspflichtige Anstellung vermittelt werden. Bemerkenswert daran ist der Anteil des Beschäftigungspaktes Chance 50 plus, der den Wetteraukreis, die Stadt Offenbach und den Kreis Groß-Gerau umfasst. Hier konnten in diesem Zeitraum insgesamt 1100 Menschen (darin enthalten 377 Vermittlungen in Mini-Jobs) 50 plus in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Innerhalb des Beschäftigungspaktes selbst konnte sich der Wetteraukreis dabei mit 491 Vermittlungen (darin enthalten 191 Vermittlungen in Mini-Jobs) deutlich positionieren.
Mustapha Hamdioui für Engagement der "Perspektive 50 plus" ausgezeichnet
bei der Preisverleihung in München mit
(von links) Olaf Scholz (Bundesarbeitsminister),
Martin Weiland (hinten)
(Bundesministerium für Arbeit und Soziales),
Klaus Hacker (rechts)
(Leiter ARGE-Jobcenter Rüsselsheim).
Bericht aus der MainSpitze vom 05.12.2008
"Die wissen einfach von vorne herein, wie man Probleme angeht. Und ich kann mich darauf verlassen", erklärt Mustapha Hamdioui, Geschäftsführer der Rüsselsheimer Glas- und Gebäudereinigungsfirma "mafa objektdienst". Mit "die" sind die mittlerweile zwei Beschäftigten des Unternehmens gemeint, die über die bundesweite Beschäftigungsinitiative "Perspektive 50 plus" in Rüsselsheim eine neue Festanstellung gefunden haben. Für sein Engagement wurde der Rüsselsheimer Unternehmer nun ausgezeichnet und darf sich nun mit 62 anderen Vertretern aus ganz Deutschland "Unternehmer mit Weitblick" nennen. Die Preisverleihung fand am Mittwoch im Beisein von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz in München statt.
Eine Urkunde und einen goldenen Kompass nahm Mustapha Hamdioui am Mittwoch im Alten Rathaus Münchens als Vertreter der Region Rhein-Main aus den Händen von Arbeitsminister Scholz entgegen. "Unter den ausgezeichneten Betrieben fanden sich alle möglichen Sparten und Betriebsgrößen, vom Handwerksmeister bis zum Großunternehmen", erzählt Hamdioui von der Feierstunde.
Seine Gebäudereinigungs-Firma mit Sitz in der Eisenstraße führt der Unternehmer seit 2004 und betreut einen Kundenkreis, der sich über das gesamte Rhein-Main-Gebiet erstreckt. Die Zusammenarbeit mit der Initiative "Perspektive 50 plus" begann vor einem guten halben Jahr, als Hamdioui eine "Schlüsselstelle" neu zu besetzen hatte. "Ich habe von vornherein eine erfahrene Person gesucht und wurde von der ARGE auf die Initiative aufmerksam gemacht", erinnert sich der 32-Jährige Geschäftsführer. Und spricht von Vorteilen sowohl für die Bewerber als auch für die Unternehmen. "Ich konnte ein genaues Anforderungsprofil an den Betreuer weitergeben und habe dann eine kleine aber sehr gute Auswahl an geeigneten Bewerbern bekommen. Das spart mir natürlich viel Zeit bei den Bewerbungsgesprächen", so Hamdioui. Der neue Mitarbeiter habe sich so schnell und gut in den Betrieb integriert, dass sogar die Probezeit verkürzt wurde und sich die Kraft in kurzer Zeit zu einer "Art rechter Hand" des Geschäftsführers entwickelt habe. "Nach den guten Erfahrungen habe ich bald danach noch eine zweite 50 plus-Kraft eingestellt", erklärt der Unternehmer und verweist auf Schlüsselqualifikationen wie die Fähigkeit zur selbständigen Arbeit, Erfahrung im Kundenverkehr und bei der Mitarbeiterführung. Diese fänden sich bei älteren Mitarbeitern weit öfter als bei unerfahrenen jungen Kräften. Im Frühjahr sollen weitere Mitarbeiter folgen.
Unternehmen mit Weitblick 2007 - R&F Pharmplast GmbH
Die Offenbacher Firma R&F Pharmplast GmbH, in der Dieselstraße 35, stellt Kunststoff-Spritzgussteile für die Automobilindustrie und für Maschinenbauunternehmen her. Sie ist Unternehmens-Partner des Netzwerks Chance 50 plus.Von den 12 Mitarbeitern, die Geschäftsführer Manfred Fritz beschäftigt, sind 5 über 50 Jahre alt. Drei der Mitarbeiter kamen über das 50-plus-Vermittlungsteam der MainArbeit zu Pharmplast. Während eines Praktikums konnten Sie ihre Eignung beweisen, denn um die Spritzgussmaschinen zu bedienen, muss man präzise arbeiten und Verantwortungsbewusstsein besitzen. Mit den drei neuen 50-plus-Mitarbeitern konnte Manfred Fritz sein Unternehmen weiter ausbauen. Er schuf für sie drei unbefristete Vollzeitstellen.
Mit älteren Mitarbeitern habe er bisher gute Erfahrung gemacht, meint der Firmenleiter. Er setzt ganz bewusst auf altersgemischte Teams: „Die Mischung macht´s! Alt und Jung sollten voneinander profitieren.“
Unternehmen mit Weitblick 2006 - Mühle GmbH
